Einer Aufgabe darf man sich nie entziehen, einer Zumutung immer.

Die Schwierigkeiten der Erziehung in allen Gemeinschaften, von der Familie bis zum Staat, liegen vielmehr an der Minderwertigkeit der Erzieher, als in dem zu erziehenden Menschen.

Ich glaube, dass noch zu keiner Zeit so viel über Erziehung geredet und geschrieben wurde, wie heute, - und so wenig erzogen.

Wem durch den Tod eines geliebten Menschen die Welt entgöttert ist, der hat nie einen Gott gefühlt oder geahnt.

Bei allem Reichtum der Sprache gibt es für tiefes Leid keine Ausdrucksmöglichkeit.

Nicht feuilletonistisch denken! Man überlasse es den armen Beruflern aus jedem Sonnenstrahl, jedem Schluck Apfelwein, jedem Orgelmann einen Artikel zu machen.

Wortreichtum ist oft eine Begleiterscheinung des Unrechts. Recht ist einsilbig.

Zu Ende denken ist nicht nur ein Talent des Verstandes, sondern ebenso Sache der konstruktiven Phantasie.

Ein Mensch ist nur so weit wichtig, als er für andere wichtig ist. Für sich selbst ist niemand wichtig, auch der Einsiedler nicht.

 

Gefühle sollen keine Sentimentalität, Arbeit keine Betriebsamkeit, Gewissenhaftigkeit keine Pedanterie werden.