geträumt am 22.05.2020

Submitted by andrea on Sat, 05/23/2020 - 06:27

Ich wohnte in eine sozialtherapeutischen Einrichtung, die viel zu laut, viel zu voll war. Verzweifelt suchte ich mein Zimmer und fand es nicht mehr. Unterwegs wurde ich bespuckt und mit Bier übergossen. Ich fand einen verlassenen Säugling und suchte eine der wenigen Schwestern. Sie sagte erschöpft: ‘Ah, die kleine Syphilis’, ‘Syphilis?’, wiederholte ich entgeistert. ‘Ja’, sagte die Schwester, ‘um dem Papa nochmal eins reinzuwürgen’. Dann beichtete sie mir, sie würde gerne mehr für die Bewohner tun, hätte auch Ideen, aber hier sei das unmöglich.
Ich setzte die Suche nach meinem Zimmer fort, fand es schließlich, wurde auch dort belästigt und bestand gegenüber dem Pflegepersonal auf einen Auszug.
Schließlich hatte ich wohl eine eigene Wohnung. Jedenalls saß ich gerade beim Abendessen in einem großen, heimeligen Speisesaal, als weitere Bewohner der Einrichtung in die Wohnung eindrangen, sich ungefragt an den Tisch setzten und ihre selbst mitgebrachten Speisen auspackten und mich dazu nötigten, davon zu probieren. Ich hatte keine Chance, keinerlei Autoriät, also gab ich nach. Sogar den Schlageneintopf, den mir der Neffe meines Ex, der mit dem rechtsradikalen Gedankengut, aufzwang, akzeptierte ich. Nur die gelb-schwarz gestreifte, wenig zerkochte und daher eindeutig als Schlange zu identifizieren, wies ich kategorisch zurück.

geträumt am 22.05.2020

Submitted by andrea on Fri, 05/22/2020 - 22:15

Ich schlief in einem großen Bett in einem großen Schlafzimmer, das meines war. Unruhe ließ mich aufwachen, ich hielt die Augen geschlossen als ich bemerkte, dass sich Personen im Raum befanden. Eine Frau und ein Mann. Der Mann war am Telefon und verhandelte über den Verkauf von Tickets von Kulturevents. Ich wartete eine eingermaßen günstige Gelegenheit ab, also bis ich das Gefühl hatte, dass sie mich nicht beachteten und – zack – war ich in der Vertikalen und hatte den Baseballschläger vom Schrank geangelt. Drohend baute ich mich auf: Was wollt ihr hier?
Etwas eingeschüchtert stellten sie sich vor, es war eine Schwester der Pastorin, die einen ähnlichen klingenden Namen wie den einer Jugendfreundin freikirchlicher Provenienz trug, und ein Kultuveranstalteter, der behauptete, sie seien nur gekommen, um mir Tickets für diverse Veranstaltungen zu schenken – für mich und meinen kleinen Bruder. Meine Drohgebärde jedenfalls löste sich ins Nichts auf als mir meine Armprothese runter fiel.

geträumt am 19.05.2020

Submitted by andrea on Wed, 05/20/2020 - 16:26

Nachdem ich mich nur für ein Nickerchen hingelegt hatte, wachte ich recht schnell wieder auf und ging, wie es meine Routine ist, gleich zum Schreibtisch um den Laptop hochzufahren und mir anschließend einen Kaffee zu machen.
Mein Laptop war zur Seite geschoben, daneben stand ein größeres Exemplar. Ich war verwundert und versuchte, meinen Grips anzustrengen: Wie kam ich zu diesem Gerät? Hatte ich einen Blackout gehabt? Wer könnte mir das geliehen haben?
Eine plötzliche Benommenheit überfiel mich, leichter Schwindel, ich musste mich sofort hinlegen und schlief wieder ein. Als ich das zweite mal wach wurde, überwog das Misstrauen und ich nahm all meinen Mut zusammen und guckte ins Bad. Tatsächlich, dort hatte sich mein Expartner versteckt. Er lächelte mich freundlich an. Dann wieder Benommenheit Schwindel. Mein Exfreund nahm mich am Arm und führte mich zum Bett, wo ich sofort wieder einschlief.
Beim dritten Erwachen war die Wohnung in einem heillosen Durcheinander, der Bettkasten aufgezogen, über der Stuhllehne am Tisch hing ein Bettlaken. Eines, das ich ganz sicher nicht besaß. Immerhin war ich mir jetzt sicher, dass ich absolut in der Klemme saß und dass ich unter Drogen gesetzt worden war. Als mich wieder der Schwindel packte, führte mich mein Ex wiederum zum Bett, nicht ohne säuselnd-freundlich zu sagen: Aber erst ziehen wir die Hose aus!
Nach dem vierten Aufwachen schaffte ich es zur Wohnungstür, riss sie auf und rief lautstark mit immer wieder versagender Stimme um Hilfe. Ich schlug auf meinen Ex ein, hatte aber keine Chance. Da war es aus mit mir. Und dann wachte ich wirklich auf, Gott sei Dank.

So etwas habe ich zuvor noch nicht erlebt. Meine hochmetaphorischen detailreichen Träume spielen immer in einer irrwitzig verzerrten Atmosphäre. Dieser Traum fühlte sich absolut real an. Die Wohnung war bis auf die genannten Details unverändert, eindeutig meine Wohnung. In einer Zeitschleife habe ich mich bisher auch noch nicht befunden, das ist neu.

geträumt am 16.05.2020

Submitted by andrea on Sun, 05/17/2020 - 12:13

Wie jede Woche war ich mit einer Gruppe Sprachschüler verabredet, die ich beim Erwerb der deutschen Sprache anleitete. Dazu hatte ich in einem schon etwas älteren kommunalen Gebäude einen Raum angemietet. Als ich dieses Mal meine Schüler traf, staunten wir alle nicht schlecht, weil sich der Bau radikal verändert hatte, er war zu einem riesigen, blinkenden und leuchtenden Disneyland mutiert, wie ein Mulitplexkino oder so.
‘Keine Sorge’, sagte ich zuversichtlich, ‘wir werden unseren Raum schon finden’. Ich schritt voran in das Gebäude und versuchte, mich zu orientieren. Nur, da war keinerlei Anhaltspunkt, außer, dass ich wusste, dass unser alter Raum im zweiten Obergeschoß gelegen hatte. Wir irrten über Aufzüge und Rolltreppen, die Sinne verworren vom vielen Blinken und Leuchten. Menschenmassen schoben sich durch die Hallen, in denen meine Gruppe deplaziert wirkte, geradezu ungepflegt.
Während unseres Marsches duch dieses Automatenspielcasino, wie es mir erschien, futterte ich vor Nervosität dauernd Kekse aus einer Tüte.
Schließlich musste ich aufgeben und war den Teilnehmern der Sprachgruppe gegenüber beschämt.

geträumt am 13.05.2020

Submitted by andrea on Thu, 05/14/2020 - 10:14

Ich ging zur kleinen Dorfkirche hier mitten in der Stadt. Die Kirche war geschlossen, weil ein Filmteam von Studenten einen Film über Nazi-Deutschland drehte. Ich wurde spontan eingeladen, daran mitzuwirken. Also mimte ich einen Deserteur. Mit anderen war ich auf der Flucht, einen bewaldeten Abhang hoch hinter der Pfarrkirche. Wir schlugen uns durch Gebüsch und Unterholz, bis wir einen ersten Unterschlupf erreichten. Die Kameral immer dabei. Dort wurden wir von den Nazis aufgegriffen und exekutiert.

Klappe. Ich bedanke mich für den Dreh, hat Spaß gemacht und erklärte, nun wolle ich nach Hause, auf meinem Saxophon spielen.

geträumt am 12.03.2020

Submitted by andrea on Fri, 03/13/2020 - 20:04

Jemand in meiner Umgebung schreit: Hier riecht es nach Pisse! Ein anderer zeigt auf mich. Ich sage: Sorry, dass ich undicht bin. Ich werde mich einem 'husband stitch' unterziehen müssen. Dann gehe ich ins Bad. Das Strukturfenster hat sich in ein normales voll durchsichtiges Glas verwandelt.

geträumt am 24.10.2019

Submitted by andrea on Fri, 10/25/2019 - 06:21

Ich bin zu Besuch bei meinem kleinen Bruder, Jahr 2019, wohne in meinem Zimmer 1996. Die Schwiegermutter stellt mir einen Mann vor: rundes Gesicht, verrückter-Professor-Haarschnitt. “Kennst du mich denn nicht?”
“Wer sind Sie?” “Du musst mich doch noch kennen!” So geht das eine Weile. Er erklärt, er habe über der elterlichen Wohnung gewohnt, wenn sich Gewalt angekndigt hätte, hätte die Mutter die Kinder über den Balkon nach oben greicht.
Ich kann mich nicht erinnern. Der Mann wird immer zudringlicher. Ich bitte meinen kleine Bruder, mit mir ein Bier trinken zu gehen. Wir wollen uns schon auf den Weg machen, da wird er zurück gepfiffen.
Plötzlich stehe ich draußen auf dem Hof, vom Bauernhof der Schweigereltern, in dem mein kleiner Bruder im Jahr 2019 wohnt. Der unbekannte Mann jongiert und macht Künststücke. Ich will nur noch Weg. Dann bin ich weg, ganz weg. Als ich wieder aufwache trage ich ein Kleid, das nach oben gerutscht ist, statt einer Hose. Wo ist meine Hose hin? Ich liege immer noch auf dem Zufahrtsweg vor dem Bauernhof. Da kommt die Frau meines kleinen Bruders aus dem Dorf und zeigt mir ein Ultraschallbild: Guck mal, die Katze ist trächtig.
Es ist mir egal, was möglicherweise passiert ist, ich habe nur Angst, schwanger zu sein.

geträumt am 27.09.2019

Submitted by andrea on Fri, 09/27/2019 - 07:53

Auf einem anderen Kontinen, in einem anderen Land wird ein spezielles Programm angeboten, eine Art ‘Vergnügungspark’. Die Gruppe der Neuankömmlinge beobachtet, wie eine Person ein Tier, eine Antilope, erschießt. Sie unterhalten sich: “Ja, jeder bekommt eine Waffe. Wer eine Waffe bekommt, wird auch schießen’, ‘Kommt nicht jeder lebend hier raus’, ‘Wer Tiere tötet, muss das mit Menschen erst recht machen’. Eine Art Fight Club, eine Art Escape Room. In der Savanne.

Ein Mann und ein weiterer finden zueinander, sie schlafen im selben Bett. Am nächsten Morgen sucht der eine seinen Partner, schaut auch in einen tiefen Schacht und sieht ihn nicht. Ein dritter bestätigt: Er liegt da unten, ist tot. Schwuchtel!

Drei Männer der Gruppe überleben, nach Tagen, Wochen und suchen den Ausgang. Sie finden ihn nicht. Wie kleine Kinder heulen und stampfen sie auf. Der Diktator selbst zeigt ihnen den Ausgang. Und das Mahnmal für die Getöteten, dass sich dort befindet. Ein schöner Urlaub….

‘Another Mile’ heißt der Film, der noch gedreht werden muss.

geträumt am 05.07.2019

Submitted by andrea on Fri, 07/05/2019 - 05:20

Jemand führt mich an den äußersten Rand der Stadt. Ein leere verdorrtes Feld, ein paar Meter weiter ragen die Silhouetten einer verlassenen Satellitenstadt in die Höhe, schmutzig-graue Hochhäuser mit gähnenden schwarzen Löchern, wo ma Fenster waren.
Der Engelmacher kommt. Schneidet mich auf, legt mir etwas auf den Herzmuskel. Flickt mich wieder zusammen, in spätestens einer halben Stunde sei ich tot. Ich bin erleichtert und fürchte mich. Ich liege auf einer schmutzigen Steinplatte, Moos quillt aus den Ritzen. Mein Begleiter hält meine Hand.
Ich spüre nichts, kein Anflug von Schmerzen. Die Angst bleibt. Deshalb fühle ich mich hin und her gerissen, als ein stereotyper Fabrikboss auf uns zugeht und sagt, er wolle mich retten, weil er an mir verdiene. Er verdiene an jedem, auch an Konsumenten. Ich bin zu schwach, um mich zu äußern. Mein Begleiter diskutiert, doch der Mann lässt nicht mit sich diskutieren.
Irgendwie komme ich auf die Beine. Jetzt stützen mich beide, bis wir am entlegensten U-Bahnhof anlangen und die Stufen hinunter steigen. Auf dem Weg in ein Krankenhaus.

geträumt am 04.04.2019

Submitted by andrea on Thu, 04/04/2019 - 07:53

Eine Polizistin und ein Polizist auf Streife in einem U-Bahnhof. Ein berüchtigter Schwarzfahrer wird erwischt. Er versucht, zu fliehen. Der Polizist, ein Hüne, ist schnell. Die U-Bahnen laufen auf Viadukten, dahinter ein Abgrund. Der Schwarzfahrer stürzt da hinab und bleibt hilflos liegen, vermutlich hat er sich etwas gebrochen. Der Hüne klettert hinterher, drückt den Mann zu Boden und penetriert ihn anal. Er überlässt den Mann seinem Sterben. Wieder an der Oberfläche, nimmt ein Vorgesetzter das Polizistenpaar ins Verhör. Die Frau berichtet, was sie beobachtet hat. Der Chef sagt: Das muss aufhören! Der Hüne: Ok.

 

Ein junger Mann ist auf der Flucht vor der Polizei. Findet Unterschlupf bei seiner Mutter. Die Mutter nötigt ihn zum Insest. Die Polizei schnappt ihn dort. Er hängt immer noch an der Mutter. Kumpels treffen ihn beim Abführen ab und lachen ihn aus.