Lost in Translation

Es ist ja eine schwere Sache … Eines aber kann man verlangen: daß der Übersetzer beider Sprachen mächtig ist. Nicht immer ist ers … Man muß eben nicht nur ein Lexikon, man muß auch Fingerspitzengefühl haben. Die meisten haben nicht einmal ein Lexikon. Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Gabler

It's the economy, stupid! Häufig muss man von der A-Sprache in die A-Sprache übersetzen.
Sie kennen das vom Kindergarten....

Kognitive Dissonanz

Ideologie: Ich bin der Inbegriff der Liebe, ich liebe beliebig jeden. Jeden, der mich braucht, bis in alle Ewigkeit.

Idealismus: Ich bin die Verkörperung der Konsequenz, ich mache mich überflüssig, bis ich aussterbe.

Und dann die super Gescheiten, die jeden -ismus verneinen, stehen außerhalb jeden Gefüges, Hochmut.

Ohne Humanismus wird das alles nichts.
Es ist schon immer fünf vor zwölf. Endzeitstimmung. Zeit ist ein menschliches Maß.

Maßlosigkeit eine menschliche Eigenschaft.

Auf mich wartet nur die Bügelwäsche....

Heidschi bum beitschi

Meine Erinnerung an ein Kinderlied. Der Originaltext beschwört das Gegenteil:

Allein verlassen ist das Kind.
Nichts geschenkt und viel verlangt.
Schmerzen betäubt der warme Wind,
der ewig bläst und klingt:

Aber Heidschi bum beitschi bum bum
Aber Heidschi bum beitschi bum bum

Ein Kind weint nicht mehr,
Keine Kerze für ein Kind.
Der Himmel ist leer
und du bist endlich tot im warmen Wind.

Aber Heidschi bum beitschi bum bum
Aber Heidschi bum beitschi bum bum

Bum bum

Bum

Karwoche

Karwoche. The roof is on fire. Nordiralnd brennt mal wieder. Und der Stellvertreter instrumentalisiert einen ideologisch verbrämtenTeenager - ein Privileg der Jugend - aus der Society der Upper-Class-Salon-Sozialisten. Herr, vergib ihnen nicht, denn sie wissen genau, was sie tun!
Ich suche den Frieden und jage ihm nach – und finde ihn doch nur in der – bedrohten – Pax Americana.

30 Silberlinge ist nicht viel für die Erfüllung einer Eschatologie.

Daniel

Gezählt, gewogen und geteilt, gehe ich unter unter’m Universum. Gewichtslos, gesichtslos, der Materie entkleidet. Ich fahre als Windhauch über die leeren Flächen der La Mancha und treibe Mühlen an. Geschichtslos verharre ich im Staub. Ich muss lachen, als man mich in die Grube wirft, weil die Hand des Soldaten meine Achsel kitzelt. Die Kinder lachen. Die Löwen blecken ihre Zähne, dass es scheint, als grinsten sie. Es dauert, ich hocke und warte. Mit Löwen kann man nicht Karten spielen. Die Löwen werden an den Zirkus verkauft und ich reise weiter nach Ávila. Dios no se muda, never ever.
Und ich bitte um ein namenloses Armengrab. Das ist alles. Irgendwann. Die Zeit ist in einem Uhrwerk gefangen und hat keine Bedeutung. Sie ist Knecht, nicht Meister. Einem Knecht unterwirft man sich nicht.
Der König ist tot. Lang lebe der König. Die Münzen werden eingeschmolzen und neu geprägt. Die Deutungshoheit über mein Leben gebe ich nicht ab. Meine Herrschaft währt bis zum letzten Tag in der Sonne. Dann schweige ich. Nur für heute, wie die Anonymen Alkoholiker sagen.
Ich bin allein in meiner Sucht. Ein Extrablatt, bedeutungslos, Feuilleton.

 

Morgen gehe ich einem Tagewerk nach, Beschäftigung, Betriebsamkeit. Die laute Welt verlangt Sinn von mir, wo keiner ist. Ich beuge mich, verdiene Lohn. Morgen.

Mein Morgen wird kalt sein. Mein Morgen wird weder Überraschung noch Enttäuschung sein. Eher ein Stilleben, ich als Gefangene darin. Kann ich mich bewegen? Leben ist Bewegung und ich bin starr vor Schreck.